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COVID-19 – Interview mit Moritz Schürch der Südostschweiz Glarus

Corona beschäftigt uns alle, jede und jeden auf seine Art. Auf manche Menschen richtet sich dabei unser Blick ganz besonders, weil diese an Schaltstellen stehen und vielleicht Entscheide treffen werden. Dazu gehört auch Moritz Schürch, 58, leitender Arzt medizinische Dienste am Kantonsspital Glarus.

Als Anästhesist, Intensivmediziner und ausgebildet in Palliativmedizin gehören zwar viele Fragen zu seinem Berufsalltag, die wir uns erst seit Kurzem stellen; sie haben aber eine neue Dimension angenommen. In einem Interview mit der Südostschweiz Glarus vom 27. März 2020 nahm er dazu Stellung.

Seine erste Reaktion auf die sich abzeichnende Pandemie war die Feststellung, dass es zu Entscheidungen kommen könnte, «die wir ein ganzes Leben mit uns tragen werden. Wenn wir das überstanden haben, wird vieles nicht mehr so sein wie vorher.»

Anderes relativiert Moritz Schürch. Oft stelle sich auf Intensivstationen die Frage, ob Intensivmedizin oder palliative Massnahmen vorzuziehen seien, ob Therapieziel-Änderungen angedacht werden müssten. Entscheide würden mit dem Team, den Angehörigen und wenn möglich mit den Patienten getroffen.

Natürlich wurde auch die Frage gestellt, ob es in Glarus dazu kommen könnte, dass nicht genügend Intensivpflegeplätze und Beatmungsgeräte für alle zur Verfügung stehen würden. Hellseher sei er keiner, meinte Moritz Schürch, aber der kritischste Punkt dürften eher die spezialisierten Mitarbeiter sein. Für eine allfällig notwendige Triage gebe es vier ethische Grundprinzipien: die «Mittel» sollen Gutes bewirken, sie sollen keinen Schaden hervorrufen, sie müssen gerecht zugeteilt werden (Kriterium sind die Chancen für Heilung) und müssen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet sein.

Was wären Ihre Wünsche? Haben Sie eine Patientenverfügung verfasst? Und die Zukunft?

Moritz Schürch kann sich vorstellen, dass die Bewältigung der Krise Teams zusammenschweisst und ihnen etwas mitgibt in die Zukunft. Vielleicht seien aber auch alle zu erschöpft und hätten Mühe, sofort in den Alltag zurück zu wechseln. Vor allem aber ist er überzeugt, dass sich in der Gesellschaft die Einstellung zum Gesundheitswesen verändern wird.

Zusammenfassung geschrieben von Rosmarie Schürch Wbg 02

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